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EU-Limit wieder überschritten: 37. Feinstaub-Tag in Graz!

Graz überschreitet wieder die erlaubte EU-Feinstaubgrenze: „Wenn die Landesregierung keine besseren Maßnahmen als bisher zu bieten hat und unsere Vorschläge ablehnt beziehungsweise als zu teuer empfindet, werden halt wieder viele Menschen mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen!“ – Grüne kritisieren außerdem abermals Auswirkungen von geplantem Innenstadttiefgaragenprojekt.

Nun ist es wieder soweit: Mit heutigem Tag weist das Umweltbundesamt 37 Feinstaub-Überschreitungstage im heurigen Jahr für Graz aus​  – und damit wurde in der Landeshauptstadt wieder einmal die erlaubte EU-Grenze von 35 Überschreitungstagen pro Jahr, wie erwartet, überschritten, weist die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​ heute hin und erinnert daran, dass aktuell auch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren wegen NOx läuft“.

Gleich die ersten sechs Plätze des österreichweiten Feinstaub-Rankings sind übrigens aus der Steiermark…

„Damit steht auch wieder schwarz auf weiß fest, dass die Landesregierung zu wenig für die Gesundheit der Steirerinnen und Steirer tut – auch wenn Umweltlandesrat Lang gerne so tut, als ob alles in Ordnung wäre“, so Krautwaschl. „Dabei liegen viele vernünftige Vorschläge für gesündere Luft in Graz längst auf dem Tisch und werden von uns Grünen regelmäßig eingebracht – vom 365-Euro-Jahresticket, mit dem man um nur einen Euro pro Tag im ganzen Bundesland öffentlich unterwegs sein kann über den autofreien Tag bis zu einer massiven Verstärkung der Sanierungsmaßnahmen für Gebäude… All diese Maßnahmen wären im Übrigen gleichzeitig auch dringend notwendige Beiträge zum Klimaschutz – was Österreich und die Steiermark ja bitter notwendige hätten!“

„Wenn die Landesregierung keine besseren Maßnahmen als bisher zu bieten hat und unsere Vorschläge ablehnt beziehungsweise als zu teuer empfindet, werden halt wieder viele Menschen mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen“, warnt Krautwaschl, die heute auch scharfe Worte in Richtung Bürgermeister Nagl richtet:  „Graz darf nicht in eine Retro-Verkehrspolitik kommen, die nur manche Investoren vielleicht freut, aber für die Lebensqualität der Menschen schlecht ist. Denn dass diese geplante Innenstadttiefgarage noch mehr Individualverkehr in die Stadt locken wird, ist klar – und das ist nicht gut für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen.“ Und: „Weil Bürgermeister Nagl gerne den Begriff ,smart‘ verwendet: Smart wäre, wenn man sich an den zahlreichen Beispielen an anderen Städten orientiert, wie zukunftsfähige umweltfreundliche Mobilität geht“, schlug sie vor: „In diesen Städten ist die Wirtschaft auch nicht zusammengebrochen – sei es in Kopenhagen, sei es in Berlin.“ (21. November 2017)



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