Bezirkegruene.at
Navigation:
Ingrid Lechner Sonnek

Ingrid Lechner-Sonnek

„Wer würde sich denn auch heute noch um Naturschutz, Umwelt und Klimaschutz kümmern, wenn es die Grünen nicht gäbe?“
Ingrid Lechner-Sonnek

BIOGRAPHIE

geboren am 30.3.1953 in Weiz (Oststeiermark)
​verheiratet, 2 Kinder

Beruf: Sozialmanagerin

Politische Laufbahn:

Seit 1985 Mitarbeit bei der Grün-Alternativen Bürgerliste Gleisdorf

1990 - 2001 Gemeinderätin in Gleisdorf

1995 - 2000 Finanzstadträtin in Gleisdorf

1998 - 2005 Landessprecherin der Steirischen Grünen

2000 Landtagswahl: Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Ost, Einzug in den Landtag

2004 – 2008: Sitz im Bundesvorstand der Grünen

November 2000 - Oktober 2011 Klubobfrau der Grünen im Steirischen Landtag

INTERVIEW

Wie bist du bei den Grünen gelandet?

Über die Gemeindepolitik. In meiner Stadt haben sich damals Leute zusammengesetzt, die diese Altherrenpartie im Gemeinderat ablösen wollten und dafür eine grün-alternative Bürgerliste gründeten. Wir haben uns jahrelang jeden Donnerstagabend getroffen und alles durchdiskutiert. Damals habe ich mir die Grundlagen grüner Politik erarbeitet.

Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Soziale Ungleichheit abzustellen, sie nicht wie ein Naturgesetz hinzunehmen.
​Zeitgemäße Formen des Gesundheitswesens zu entwickeln.
​Die Schule zu einem lebenswerten Umfeld für Kinder zu machen, wo sie ihre natürliche Motivation fürs Lernen einsetzen können und dabei respektiert und unterstützt werden.
​Kulturarbeit als Leistung für die Gesellschaft zu würdigen.

Was bedeutet Politik für dich?

Die res publica: die gemeinsame Sache. Wir alle bestimmen durch unser Verhalten mit, wie sich die Gesellschaft verhält. Ich finde es sehr schade, besser gesagt ärgerlich, dass so viele Menschen eine passive Haltung haben, wo sie wie unzufriedene KonsumentInnen reklamieren, was nicht passt und Schuld zuweisen, anstatt selbst aktiv zu werden. Politik heisst also für mich: Ich kann und will gemeinsam mit anderen gestalten, was uns alle betrifft.

Gibt es ein starkes Geschlecht?

Nein.

Was ist das Beste an deinem Job?

Ich bin ein neugieriger Mensch und genieße es daher, mich in so viele Themen zu vertiefen. Als Privileg sehe ich an, dass so viele Menschen, die an Schaltstellen sitzen, offen sind, wenn man sie um Informationen und ihre Meinung fragt. Ich bin gerne unterwegs und frage bevorzugt jene, die im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich beschäftigt sind: sie wissen viel über die tatsächlichen Verhältnisse und haben oft sehr gute Ideen für Verbesserungen.

Kannst du gut streiten?

Ja! Ich habe früher besonders genossen, dass in Unterausschüssen, die zu konkreten Themen gegründet wurden, ganz offen und klar diskutiert wurde unter den Landtagsparteien. Da wurden Argumente gebracht, da konnte man die Haltung der Abgeordneten erkennen, da gings zur Sache. Seit es die sogenannte Reformpartnerschaft gibt, ist das leider vorbei. SPÖ und ÖVP machen sich alles aus und sind nicht an Debatten interessiert. Das ist schade und ärgerlich.

Warum ist es gut, dass es die Grünen gibt?

Seien wir ehrlich: Wer würde sich denn auch heute noch um Naturschutz, Umwelt und Klimaschutz kümmern, wenn es die Grünen nicht gäbe? Außerdem braucht es eine korruptionsfreie Partei, damit alle sehen können, dass Politik nicht zwangsläufig Korruption heisst.

Was bedeutet Politik für dich?

Das Recht sich einzumischen und die Pflicht, sich einzumischen.

Bus, Bahn oder Rad?

Alle 3, je nach Distanz und Jahreszeit. Aber ich fahre auch nicht ungern Auto, was in unserem Bundesland leider oft nötig ist.

Mach die Welt grüner - Mitglied werden