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Nächsten Dienstag im Landtagsausschuss: neue Grüne Initiative für höheren Bio-Anteil in Landesküchen

Einstimmiger Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2001 (!) soll endlich auch umgesetzt werden!

Am kommenden Dienstag starten die Grünen im Landwirtschaftsausschuss des Landtages eine neue Landtagsinitiative um den Bio-Anteil in den Landesküchen zu erhöhen. „Bereits 2001 (!) wurde im Landtag einstimmig beschlossen, dass alle Lebensmitteleinkäufe des Landes zu 25 Prozent aus biologischem Anbau zu beziehen sind. Das war ein im Bundesländervergleich frühes und positives politisches Signal aus der Steiermark“, erinnert die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl​, doch: „Umgesetzt wurde der Beschluss kaum!“ Die Antworten auf eine Grüne Anfrageserie dazu haben ergeben, dass lediglich einige wenige der landeseigenen Einrichtungen sich mit mindestens 25 % Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft versorgen, wie beispielsweise das Bildungshaus Retzhof oder die landwirtschaftlichen Fachschulen…

Dabei, so Krautwaschl, wird selbst in der Broschüre „Mindeststandards in der Gemeinschaftsverpflegung“ des landeseigenen „Gesundheitsfonds Steiermark“ unter Bezugnahme auf den Beschluss des Landtages aus 2001 empfohlen, einen Bio-Mindestanteil von 25% des Wareneinsatzes zu erreichen (siehe hier​) - es wird in dieser Broschüre auch auf die Studie BIOFAIR II hingewiesen, die belegt, „dass eine Erhöhung des BIO-Anteils von bis zu 37 % möglich ist, ohne das Lebensmittelbudget insgesamt zu belasten“.

„Gesunde Lebensmittel sind ein wichtiger Baustein im Bereich der Gesundheitsprävention. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen ausgewogenen Mahlzeiten und Konzentration sowie Leistungsfähigkeit. Biologisch und regional erzeugte Lebensmittel sind aber auch ein aktiver Beitrag zu Klima- und Umweltschutz. Durch die Verwendung regionaler Produkte bleibt die Wertschöpfung in der Region. Konsumentinnen und Konsumenten legen bei Bio-Lebensmitteln zudem viel Wert auf eine nachvollziehbare Herkunft der Lebensmittel und eine artgerechte Tierhaltung, sowie eine positive Klimabilanz“, argumentiert Krautwaschl zum Abschluss. (9. November 2018)



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