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Neonicotinoid-Verbot: Jetzt müssen Landesrat Seitinger und Minister Rupprechter zum Schutz der Bienen handeln!

„Steiermark hat sich dem Bienenschutz verpflichtet!“ – Agrarlandesrat Seitinger und Minister Rupprechter müssen dafür sorgen, dass Österreich in der EU für ein Verbot des Bienengifts stimmt.

Kommende Woche könnte in der EU eine Entscheidung über das von den Grünen geforderte Neonicotinoid-Verbot zum Schutz der Bienen fallen – eine Forderung, der sich auch der steirische Landtag bereits in einem Beschluss angeschlossen hatte.

Wenn sich nun nächste Woche der so genannte „Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel“ (PAFF „Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed“) damit beschäftigt, „muss der zuständige Minister Rupprechter nun handeln“, fordert die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl​: „Wenn VertreterInnen der EU-Mitgliedstaaten am 12. und 13. Dezember über die Zukunft der ökologisch hoch bedenklichen Wirkstoffe verhandeln und möglicherweise dazu auch einen Beschluss fassen, muss Österreich für ein Verbot des Bienen-Gifts stimmen!“ Die Grüne erwartet sich auch von Agrarlandesrat Seitinger, dass er sich bei seinem Ministerkollegen Rupprechter für entsprechendes Handeln einsetzt, denn „die Steiermark hat sich per Landtagsbeschluss dem Bienenschutz verpflichtet!“

Krautwaschl erinnert heute außerdem an eine heuer veröffentlichte Studie der Uni Graz​, die den schon lange vermuteten Zusammenhang zwischen Infektionen und Pflanzenschutzmittel nachgewiesen hat – diese Ergebnisse bestärken die Grünen in ihrer Forderung, dass es mehr und konsequenteren Bienenschutz braucht : „Die Kombination von Infektionen und Pflanzenschutzmittel schwächt die Immunantwort der Larven deutlich und erhöht ihre Sterblichkeit signifikant, und zwar jeweils ausgeprägter als die Summe der Einzeleffekte erwarten ließ“, so die Grazer ZoologInnen in der im Mai veröffentlichten Studie. Die WissenschafterInnen stellten außerdem fest, dass die bisherigen Einschätzungen der Auswirkungen der Pestizide oft zu kurz greifen. (7. Dezember 2017)



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