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Neue Studie warnt vor Gesundheitsschäden durch Klimakrise: Auch steirische Landesregierung muss endlich handeln!

Grünen-Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl: „Wir sind die erste Generation, die die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommt – und die letzte Generation, die noch Maßnahmen ergreifen kann.“ Steirische Landesregierung ist gefordert!

Der heute präsentierte „APCC Special Report Gesundheit, Demographie und Klimawandel“ (im Auftrag des Klima- und Energiefonds)​ macht deutlich, dass die Folgen der Klimakrise schon heute spürbar sind. Auch für Österreich und die Steiermark bedeutet das, dass schon ein moderater Temperaturanstieg mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate verbunden ist.

Laut dem Report wird sich beispielsweise die Zahl der Hitzetage bei uns während Hitzeepisoden bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln und trifft gleichzeitig auf eine ältere Gesellschaft, die einen um 10% höheren Anteil an Personen über 65 Jahren aufweist. Aufgrund der wachsenden Zahl an Tropennächten, in denen nicht ausreichend Abkühlung stattfindet, führen all diese Entwicklungen insbesondere in dicht verbauten Gebieten zu stark erhöhten gesundheitlichen Risiken. Im Zuge des Klimawandels rechnen die ForscherInnen außerdem zum Beispiel auch mit einer erhöhten Pollenbelastung: Bereits heute sind rund 1,75 Mio. und damit rund 20% der ÖsterreicherInnen von allergischen Erkrankungen betroffen. Folgt Österreich dem europäischen Trend, könnten das in den nächsten 10 Jahren 50% werden

Die Grünen sehen auch auf Landesebene massiven Handlungsbedarf – und drängen daher auf die rasche Umsetzung des Grünen „6-Punkte-Plans für den Klimaschutz“, so die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl: „Die Landesregierung muss endlich aufhören so zu tun, als könne man nichts im eigenen Bereich machen – das Gegenteil ist wahr: Wir sind die erste Generation, die bereits die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommen, und wir sind die letzte Generation, die noch Maßnahmen dagegen umsetzen kann!“

Hier der Grüne 6-Punkte-Plan für die Steiermark im Detail:

1. Klimaschutzoffensive im Verkehr: 365 Euro Öffi-Jahresticket auch in der Steiermark nach Vorbild Wien und Vorarlberg. Plus: Nahverkehrsoffensive: Ausbau und Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs vor allem im Ballungszentrum Graz.

2. Klimaschutz durch Energieeffizienz: Die Sanierung des Gebäudebestands gekoppelt mit der Umstellung auf Erneuerbare Energieversorgung wird forciert. Klimaschonende Bauweise in Anlehnung an den klima:aktiv-Standard umsetzen.

3. Klimaschutz durch Raumplanung und Bodenschutz: Raumplanungsinstrumente spielen im Klimaschutz eine sehr wichtige Rolle.  Eine Vermeidung weiterer Zersiedelung und Bodenversiegelung muss endlich umgesetzt werden. Ökologisch bedeutsame Freiräume wie unzerschnittene naturnahe Räume und Korridore müssen erhalten bzw. revitalisiert werden.

4. Klimaschutz durch Abfallvermeidung: Verringerung der Abfallmengen durch Reduce (Verringerung), Re-Use & Repair (Wiederverwendung und Reparatur) und Recycle (Wiederverwertung)

5. Klimafreundliche Ernährungswende: Biologisch und regional produzierte Lebensmittel vermeiden Transport und Pestizide und schützen das Klima: 20.000 zusätzliche BioproduzentInnen. 100 Prozent Bio in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

6. Klimaschutz durch Bildung: Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zur Mittelschule, setzen Unterrichtsschwerpunkte zu den Themen Energie und Klima. Ein flächendeckendes Netz von mit Solarstrom versorgten zertifizierten „Sonnenschulen und Sonnenkindergärten“ macht die Energiewende spürbar.

(13. September 2018)


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