Pressemeldung

Mur-Staustufe Graz: Mangelhafte UVP-Gutachten erzwingen Verschiebung der UVP-Verhandlung

Von Redaktion am 14. November 2011 um 11:01

"Die aus den mangelhaften Gutachten resultierenden zahlreichen Kritikpunkte in den Einwendungen der einzelnen BürgerInnen-Initiativen können nicht so leicht vom Tisch gewischt werden."

undefinedDie ursprünglich vor Weihnachten dieses Jahres geplante öffentliche Verhandlung im Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP) zur Mur-Staustufe Graz wird nun erst im Februar 2012 stattfinden. Grund dürften notwendige Überarbeitungen der teilweise äußerst mangelhaften UVP-Gutachten sein, die sich offensichtlich aufwendiger gestalten als erwartet.

„Nach Durchsicht der im Sommer veröffentlichten UVP-Unterlagen war klar, dass sich die ursprünglich vor Weihnachten geplante öffentliche Verhandlung nicht ausgehen wird. Die aus den mangelhaften Gutachten resultierenden zahlreichen Kritikpunkte in den Einwendungen der einzelnen BürgerInnen-Initiativen können nicht so leicht vom Tisch gewischt werden“, so Gemeinderätin Andrea Pavlovec-Meixner, Umwelt- und Energiesprecherin der Grazer Grünen, die die Kritik der Mur-SchützerInnen unterstützen.

Die Staustufe Puntigam würde jährlich lediglich 72 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht weniger als ein Prozent des momentanen steirischen Stromverbrauchs. Im Winter, wo am meisten Strom gebraucht wird, produziert sie nur ein Drittel der Jahresstrommenge. Weder werden durch die Mur-Staustufe Graz Atomstrom-Importe ersetzt noch der Betrieb fossiler Kraftwerke.

„Der in Graz mit Elektroheizungen „verheizte Strom“ entspricht fast 4,5 Murkraftwerken. Mit einem sukzessiven Ersatzprogramm für die, für die Menschen ohnehin sehr teuren Elektroheizungen können wir uns die Mur-Staustufe in Graz locker ersparen“, so Andrea Pavlovec-Meixner abschließend.

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