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Scharfe „dringliche“ Landtags-Kritik an Einführung „separater Deutschklassen“: „Symbolpolitik auf dem Rücken der Kinder!“

Grünen-LAbg. Lara Köck: „Dilettantisch: Schwarzblau fährt über SchülerInnen, LehrerInnen und DirektorInnen drüber!“ – Integration wird durch Einführung erschwert.

Im Rahmen der heutigen Grünen „Dringlichen Anfrage“​ übte die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck​ massive Kritik an der geplanten Einführung „separater Deutschklassen“ ab Herbst – sowohl an der Einführung selbst, als auch an der Umsetzung: „Der Zeithorizont für die Umsetzung dieses Plans ist utopisch und völlig unrealistisch“, meinte Köck und bezeichnete die Vorgangsweise der Regierung als „dilettantisch“: Fast täglich liest man von Direktorinnen und Direktoren, Lehrerinnen und Lehrern, die „laut aufschreien ob der Unplanbarkeit dieses Unterfangens. Niemand weiß, wie das genau ablaufen soll im Herbst, niemand weiß, woher der zusätzliche Raumbedarf kommen soll - man kann die Kinder ja wohl kaum im Besenkammerl unterrichten...“ Und: „Niemand weiß, wie die geplanten Tests durchgeführt werden sollen oder wer sie durchführt. Niemand weiß, woher die zusätzlichen LehrerInnen kommen sollen und niemand weiß, nach welchem Lehrplan schon in zwei Monaten unterrichtet werden soll. Es wurde wieder einmal von Schwarzblau drüber gefahren - ohne mit den Betroffenen zu sprechen.“

„Wir sind natürlich dafür, dass alle Kinder Deutsch können: Um Teil unserer Gesellschaft sein zu können und um Teilhabe zu ermöglichen. Im Idealfall verstehen sie auch noch steirisch oder wienerisch oder xibergerisch. Aber was macht die von Schwarzblau geplante Separation wirklich? Das Gegenteil: Gerade Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter lernen am besten von einander, sie lernen durch die Interaktion mit anderen Kindern, durch spielerisches Lernen, durch Freundschaften mit deutschsprechenden Kindern“, so Köck in ihrer Rede, in der sie auch auf Deutschland verwies: Dort gab es bereits diese „separaten Deutschklassen“, doch dort „haben sie sie wieder eingestampft, weil es nur eine unnötige Parallelstruktur ist, die nicht zur Lösung von Problemen beigetragen hat.“

Köcks Fazit: „Wieder einmal wird Symbolpolitik betrieben - und das auf dem Rücken der Kinder!“

18 Fragen waren es, die Köck schließlich an Bildungslandesrätin Lackner richtete – die unterstrich durchaus die Grüne Kritik an der Vorgangsweise der Bundesregierung: Die Schulen stünden dadurch vor großen Herausforderungen, auch weil beispielsweise der Integrationstopf des Bundes nicht mehr verlängert wurde und die entsprechenden LehrerInnenstellen wegfallen. (3. Juli 2018)



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