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Steirische FPÖ-Uniräte inakzeptabel – ÖVP trägt Mitverantwortung dafür, dass gesellschaftlicher Grundkonsens verlassen wird!

Grünen-Landessprecher Lambert Schönleitner sieht auch ÖVP in der Pflicht: „Deutschnationale Burschenschafter in Uniräten sind untragbar!“

Scharfe Kritik an der schwarzblauen Besetzung der Uniräte in der Steiermark kommt heute vom Grünen Landessprecher und Landtagsklubobmann Lambert Schönleitner​, der vor allem drei FPÖ-Besetzungen „absolut inakzeptabel“ findet: Alois Gruber, der in das Aufsichtsgremium an der Uni Graz einziehen soll, Reinhard Kienberger (TU Graz) und Hannes Hundegger, der Unirat in Leoben werden soll.

Gruber gehört der Burschenschaft „Arminia Czernowitz zu Linz“ an – diese Burschenschaft lud, wie „der Standard“ heute berichtet​, im April 2010 zu einem Vortragsabend mit Richard Melisch, den das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) als „antisemitischen Reisekader mit Neonazi-Kontakten“ bezeichnet. Negativ aufgefallen ist die Burschenschaft auch im Jahr 2013. Da sollen laut DÖW „weite Teile der Arminia-Aktivitas auch in der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich aktiv“ gewesen sein. Im Jahr 2016 hat die Burschenschaft als Anmelder der einschlägigen Konferenz „Verteidiger Europas“ fungiert. Gruber soll außerdem in der rechtsextremen „Aula“ publiziert haben.

Hundegger wiederum ist Burschenschafter der Burschenschaft „Leder“ in Leoben - dieser wurde bekanntlich erst kürzlich von der Montanuni der Auftritt auf der Uni verboten, nachdem sie antisemitische Flyer gegen die Ehe für alle verteilt hatte.

Kienberger ist Mitglied der „Oberösterreicher Germanen in Wien“ und bezeichnet sich selbst als „deutschnational“. Gegen seine Berufung an die TU Berlin gab es bereits 2013 massive Proteste von Studierenden.

„Diese drei Herren haben in universitären Gremien nichts verloren: Deutschnationale Burschenschafter in Uniräten sind untragbar!“, so Schönleitner, der auch die ÖVP als Koalitionspartner „in Verantwortung dafür sieht, dass ein jahrelanger gesellschaftlicher Grundkonsens verlassen wird“: „Wer jetzt noch glaubt, dass der zweite Versuch einer schwarzblauen Regierung verträglicher oder gar professioneller als der erste wird, ist eines Besseren belehrt… Offenbar ist der ÖVP der Koalitionspartner entglitten, wenn deutschnationale Burschenschafter zu Uniräten bestellt werden“, so Schönleitner, der abschließend anmerkt, dass sich auch Minister Kunasek als steirischer FPÖ-Parteichef „schon sehr lange auf Tauchstation befindet und offenbar versucht, sich über die Rechtsaußen-Kontakte seiner Partei drüberzuschweigen.“ (21. Februar 2021)


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