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Unterausschuss soll verbindliche Grundlagen für bessere Arbeitsbedingungen in der Elementarpädagogik schaffen

Nach OGH-Urteil zur Verletzung der Aufsichtspflicht einer Kindergartenpädagogin: Unterausschuss für bessere Arbeitsbedingungen beschlossen - „Lippenbekenntnisse reichen nicht aus, es braucht endlich aktive Maßnahmen, um die Situation dieser Berufsgruppe zu verbessern und Rechtssicherheit zu schaffen!“

Der Grüne Antrag für „bessere Arbeitsbedingungen in der Elementarpädagogik“​ wurde heute Nachmittag im Bildungsausschuss der Landtages einer Behandlung im Unterausschuss zugeführt – für die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck​, die den Antrag eingebracht hatte, ein hoffnungsfrohes Zeichen, „dass SPÖ und ÖVP diese Initiative ernst nehmen wollen“. Köck hatte die Landtagsinitiative nach dem OGH-Urteil zur Verletzung der Aufsichtspflicht einer Kindergartenpädagogin​ gestartet: „Lippenbekenntnisse, die es zu Genüge gibt, reichen nicht aus, es braucht endlich aktive Maßnahmen, um die Situation dieser Berufsgruppe zu verbessern und Rechtssicherheit zu schaffen“, fordert Köck, denn: „In Kinderbildungseinrichtungen werden die Weichen für die Lernentwicklung eines Menschen gestellt. Gerade dort braucht es daher gut ausgebildete und gut bezahlte PädagogInnen. Dazu braucht es einen Qualitätsrahmen, der Betreuungsschlüssel und Gruppengrößen enthält.“

 Die Grünen fordern in ihrem Antrag die Landesregierung auf, eine Rechtsgrundlage zu erarbeiten, die folgende Punkte enthält:

  • Wesentlich bessere Entlohnung der verantwortungsvollen und unverzichtbaren Arbeit der KindergartenpädagogInnen und KinderbetreuerInnen sowie Vollzeitanstellungen
  • Rechtsverbindliche Herausarbeitung, wo die Aufsichtspflicht beginnt und wo sie endet
  • Deutliche Senkung der Kinderhöchstzahlen pro Gruppe (empfohlene Personalschlüsselsenkung auf 3:1 für 0-2 jährige Kinder, 5:1 für 2-3 jährige Kinder und 7:1 für 3-6 jährige Kinder)
  • Ausreichend Zeitressourcen für Leiterinnen-Freistellungen verpflichtend ab der vierten Gruppe
  • Zusätzliche Vorbereitungsstunden für die verpflichtenden Elterngespräche, Entwicklungsbeobachtungen, Sprachstandserhebungen, Transition Kindergarten – Schule, Teamgespräche, Fortbildungen.

 LAbg. Lara Köck: „Es braucht die besten Chancen für jedes Kind, und die besten Arbeitsbedingungen für PädagogInnen. Kinder sollen die Möglichkeit haben, spielerisch zu lernen und zu entdecken sowie soziale Kompetenzen und Freude am Leben zu entwickeln. KindergartenpädagogInnen sollen jene Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, ihre wertvolle Bildungsarbeit bestmöglich durchzuführen.“ Die Grüne Abgeordnete hofft nun, dass der Unterausschuss möglichst bald mit der Arbeit beginnt, damit es rasch eine rechtlich bindende Lösung für bessere Arbeitsbedingungen in der Elementarpädagogik gibt. (7. November 2017)



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